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Die Formel die alle Werke der Kunst entschlüsselt.

Die Kunst- und Freiheitsformel wird in allen Werken sichtbar

Sehen und Verstehen ist dasselbe.

Leondardo da Vinci

Die Kunstgeschichte.

Die über viele Jahrtausende gesammelten Kunstwerke manifestieren, jeweils zum Zeitpunkt ihrer Entstehung, Visionen und nicht vorhandene Realitäten.16.

Diejenigen, die diese Innovationen herauslesen konnten und können, erfahren hierdurch eine Informationsaufnahme oder Anreicherung des Unterbewussten.

Kreativitätssteigernde Möglichkeiten entstehen.17 In der Kunstgeschichte ist der Innovationsgehalt zum jeweiligen Zeitpunkt der Entstehungsgeschichte der manifestierten Kreativität tausendfach beschrieben worden. Aber in dieser Vielfalt und Rückschau ist es untergegangen, dass der Visionsgehalt der jeweiligen Entstehungszeit erst dann den Betrachter von Kunstwerken das Ersterlebnis zugänglich macht, wenn es auch kenntlich gemacht wird, bzw. im Erkenntnislicht erscheint.18/19 Erinnert sei hier zum einen an die seit 100 Jahren bestehende Vielfalt aller Kunstrichtungen und Techniken, über die, abgesehen von den Experten, fast jeder Laie den Überblick verloren hat.20 Zum anderen geht es um eine übergreifende Sichtweise, die alle Kunstrichtungen, Philosophien, Inhalte und Formen vereint und in einer Formel sichtbar macht. Diese Formel muss für die Bildende Kunst, Musik21, Literatur22, alle anderen Künste sowie für die Technik23, Wissenschaft, das Leben, die Vergangenheit und Zukunft anwendbar sein, da sie nur so die unterschiedlichen Einstiegsmöglichkeiten des Anwenders berücksichtigt und eine allgemeine Anwendung finden kann.

  1. Kunst ist Form. Formen heißt entformeln. Kurt Schwitters in: Kurt Schwitters: Das literarische Werk. Hrsg. F. Lach, Du Mont Buchverlag, Köln, 1981, Bd. V, Seite 188.
  2. Während J. Beuys für die Evolution seiner SOZIALEN PLASTIK, des gesellschaftlichen Bewusstseins, nach den Dingen forschte, entwickelt er die gesuchte erkenntnistheoretische Konzeption, die pädagogische Konzeption und handelt danach, leitet er den fließenden Übergang von der Sozialen Plastik in die Konkrete Evolution ein. Karl Ruhrberg in: Ankündigungskatalog art open über Liedtkes Kunst.
  3. Sehen und Wissen ist dasselbe. Leonardo da Vinci in: Horst W. Janson, Malerei - unsere Welt, Du Mont, Köln, 1981, Seite 127.
  4. ... weil die Hauptfrage immer bleibt, was und wie viel kann Verstand und Vernunft, frei von aller Erfahrung, erkennen? Kant in: Romantik I, Hrsg. H.J. Schmitt, Stuttgart, 1975.
  5. Aus mangelnder Vertrautheit entsteht es (das meist Göttliche) dem Erkennen. Heraklit in: Olaf Gigon, Untersuchun-gen zu Heraklit, Leipzig, 1935.
  6. Wir haben uns eingehend mit dem Konzept der Ausstellung auseinander gesetzt und festgestellt, dass seine Kunstformel auch auf die Musik und ihre Geschichte zutrifft. Wir teilen mit ihm die zukunftsweisende Auffassung, dass durch die Kunstformel, in Verbindung mit der multimedialen Ausstellung art open, die 4. Dimension, der Zugang zum Verstehen von Kunst und Musik, allen Menschen offen steht. Nur wenn jeder seine kreativen Möglichkeiten anwendet und vertieft, werden wir die Probleme der Zukunft lösen. Franz Müller-Heuser, Präsident des Deutschen Musikrates, Vizepräsident des Internationalen Musikrates mit Sitz bei der UNESCO in Paris.
  7. Hellmuth Karasek bestätigt während der Pressekonferenz zu art open im Juni 1998 in Hamburg die Anwendbarkeit der Kunstformel für die Literatur.
  8. Auch in der Technik lässt sich die Kunstformel anwenden. Kreativität und Innovation führen zu neuen Produkten. Nur neue Produkte sichern unser Überleben in der Zukunft. Die Anwendung von Kreativität und Innovation wirken der stetigen Vermehrung der Entropie entgegen. Manfred Schrey, Fachhochschule Köln, in: Ankündigungskatalog art open, Port d ́Andratx, Mallorca 1997.

Erstinformation im Licht des Erkennens

Die für die Kreativitätsvermittlung zuständigen Kunstakademien können nur bisher entwickelte Kreativitäts- und Innovationshöhen schulisch weitervermitteln.24 Noch nicht manifest gewordene Kreativität ist nicht greifbar und vermittelbar.25/26/27/28 Kunst zu erkennen ist demnach eine wichtige Fragestellung und ein Meilenstein in der heutigen Zeit.29

Ein Ausstellungskonzept, dass das Rätsel Kunst durch eine transportierbare Kunsterklärung und darüber hinaus durch eine grafische Formel begreifbar und Kreativität für jedermann anwendbar macht, bedeutet so einen kleinen Schritt in Richtung Humanisierung der Welt.30

Für diejenigen, die den Inhalt und den befreienden Charakter von Kreativität bisher am eigenen Bewusstsein und Lebensweg nicht nachvollziehen konnten, ist es von besonderer Wichtigkeit, dass das Ausstellungskonzept, möglichst lange Öffnungszeiten, Musik, TV und vielfältige Medienhighlights einschließt.

  1. Akademischer Unterricht in Schönheit ist Schwindel. Pablo Picasso in: Dieter W. Liedtke, Bewusstsein der Materie, Foundation of modern art Verlag, Vaduz, 1982, Seite 26.
  2. Die Kunst hat ja eine andere Aufgabe, als die Wissenschaft. Während die Wissenschaft erklärt, verständlich macht, soll die Kunst darstellen, erhellen, den Grund des menschlichen Lebens sichtbar machen. Aber das Problem von Inhalt und Form stellt sich doch in beiden Bereichen ähnlich. Der Fortschritt der Kunst vollzieht sich wohl in der Weise, dass zunächst ein langsamer historischer Prozess, der das Leben der Menschen umgestaltet, ohne dass der Einzelne darauf viel Einfluss ausüben könnte, neue Inhalte hervorbringt. Solche Inhalte waren etwa in der Antike der Glanz der, als Helden gedachten Götter, im ausgehenden Mittelalter die religiöse Geborgenheit der Menschen, gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Welt der Gefühle, die wir aus Rousseau und Goethes Werther kennen. Einzelne begabte Künstler versuchen dann, diesen Inhalten sichtbare oder hörbare Gestalt zu geben, indem sie dem Material, mit dem ihre Kunst arbeitet, den Farben oder den Instrumenten, neue Ausdrucksmöglichkeiten abringen. Dieses Wechselspiel oder wenn man so will, dieser Kampf zwischen dem Ausdrucksinhalt und der Beschränktheit der Ausdrucksmittel scheint mir - ähnlich wie in der Wissenschaft - die unumgängliche Voraussetzung dafür, dass wirkliche Kunst entsteht. Werner Heisenberg, Die Tendenz zur Abstraktion in moderner Kunst und Wissenschaft, in: Schnitte über Grenzen, Piper & Co Verlag München.
  3. siehe auch Der Schlüssel zur Kunst von Dieter Liedtke 1990
  4. Die Revolution auf dem Gebiet des Bewusstseins brachte den freien, selbstbewussten Menschen hervor, der außer sich selbst keine Stütze mehr benötigt. Die Revolution bin ich, ist das Erkenntnisergebnis des freien Menschen. Joseph Beuys, in: V. Harlan/R.Rappmann/P. Schata, Soziale Plastik, Achberg 1984, S. 102.
  5. Der Welterfolgsautor Arthur C. Clarke Odyssee 2001 im Weltraum prophezeit die Entschlüsselung der Kunst für das Jahr 2070, aus: Profile der Zukunft, Heyne Verlag München, 1996.
  6. Siehe auch: Douglas R. Hofstadter: Gödel/ Escher/ Bach. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart: ... scheint es das Zentralproblem der Kunst in unserem Jahrhundert zu sein, heraus zu finden, was Kunst ist. Dieses ganze hin und her ist Teil der Identifikationskrise ...?
  7. Dass ein Mensch in seinem Kopfe Vorstellungen bilde, die wert sind andern mitgeteilt zu werden, ist eine Wirkung der Natur oder des Genies: dass er aber diese Vorstellungen durch Worte oder andere Zeichen so an den Tage lege, wie es sein muss, um andre am stärksten zu rühren, ist die Wirkung der Kunst. Im Grunde ist sie nichts anderes, als eine durch Übung erlangte Fertigkeit, dasjenige, was man sich vorstellt oder empfindet, auch andern Menschen zu erkennen geben oder es sie empfinden zu lassen. Johann Georg Sulzer, in: Allgemeine Theorie der schönen Künste, 2. Aufl., Leipzig, 1793 (Reprint Hildesheim, 1967) Bd. 3. Seite 96.

Erkenntnissystemtheorie

Das Neue an diesem System, Kunst zu entschlüsseln, liegt unter anderem auch darin, dass Evolutionsschritte über größere Zeiträume dargestellt werden und so die Schöpfungsgeschichte von einer höheren Warte im System mit einzelnen Schöpfungsschritten nachvollziehbar wird.31/32/33

In dem der Ausstellungsbesucher und Medien-Rezipient die Schöpfungs-geschichte durchschaut, erhält er die Möglichkeit, seine eigene Schöpfungskraft zu vergleichen, freizulegen und diese auch anzuwenden. Schöpfungen werden über die Sinnesorgane zu Erkenntnissen, zu Erkenntnissystemen. Sie sind für den Besucher und Betrachter kein Mysterium mehr.34/35

Die Bereiche der Technik, der Künste36, insbesondere der Bildenden Künste, angesichts ihrer grafischen Darstellungsmöglichkeit, der Wissenschaft, der Biologie sowie der Alltagsprodukte aus allen Lebensbereichen sind besonders dafür geeignet, die Schöpfungsgeschichte über das Begreifen von Schöpfungsschritten nachvollziehbar zu gestalten.37

Hier setzt nun die Kunstformel ein,38 die zum jeweiligen Zeitpunkt eine Innovation in einer Grafik zum Bild mit rotem Textmarker sichtbar macht und sequenzmässig, wie in den Bilderhöhlen der Steinzeit oder in Stonehenge, beleuchtet.

Bei den Innovationen kann es sich um formale Erkenntnisse und Visionen, wie z. B. Maltechniken, Materialwahl, Farbgestaltung, aber auch um neue inhaltliche, philosophische Gesichtspunkte handeln.39 Es geht aber immer um ein zu der damaligen Zeit nicht erfahrbares kunstgeschichtliches oder allgemein gültiges Ersterlebnis und zu einer vereinheitlichten neuen Evolutionstheorie.

  1. Eine zeitlose Welt ist nicht vorstellbar, ist jedenfalls mit den geläufigen Vorstellungen nicht in Einklang zu bringen. Die Gegenimagination einer unveränderbaren Ewigkeit bleibt Phantasie und erfordert die Konstruktion eines Beobachters, nämlich Gottes, für den die Zeit als Gesamtheit aller Zeitpunkte und Zeitunterschiede Gegenwart ist. Wir aber müssen davon ausgehen, dass die Welt selbst ein Rahmenhorizont für zeitliche Veränderungen ist, also, was Zeit betrifft, durch den Unterschied von Vergangenheit und Zukunft, beschrieben werden muss. Niklas Luhmann in: Entscheidungen, 1996 über Dieter W. Liedtke Kunst und das Konzept zur Kunstausstellung art open.
  2. Erkenntnisbilder von Dieter W. Liedtke, Museum Liedtke, Port d ́Andratx, Mallorca.
  3. Ein Raum/Zeit-Kontinuum stellt keine neue Dimension dar. Denn Zeit ist immer schon in den Dimensionen 1, 2 und 3 enthalten. Durch die 4. Dimension ist alles Vergangene räumlich und zeitlich, gleichzeitig miteinander verbunden. Informationen können so, ohne dass Zeit vergeht, vermittelt werden. Alle sich neu entwickelnden Evolutionsstufen, Informationen und Bewusstseinsebenen sind in der 4. Dimension, als offene Möglichkeit existent. Nur in den 3 Dimensionen erscheinen sie mit den Faktoren: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In: Dieter W. Liedtke: Die 4. Dimension. Butler-Verlag. Essen 1987.

Evolutionstheorie der Erkenntnissysteme

Lamarck, Darwin und Popper; 1996 (erste Bilder 1986)

Die hier aufgeführten Theorien, die das Bewusstsein und die Schöpfungskraft aller Lebensformen einbezieht (Ersterlebnisse, Steinzeithöhlen-Fotoapparat, Südamerikanisches Einmauerungsverfahren, Stonehenge, weiße Genbereiche, Redescription der Gene, Kunstformel, Ausstellungskonzepte, (Erkenntnissystemtheorie) führen in ihrem Gesamtzusammenhang zu einer einheitlichen Evolutionstheorie der Erkenntnissysteme.40/41 Ersterlebnisse und Erkenntnisse führen je nach Gewichtung des in den Genen gespeicherten Arterhaltungsprogramms, zumindest über das Unterbewusste zu einer Kreativitäts- und Persönlichkeitssteigerung, darüber hinaus sogar zu neuen, vererbbaren Genkodierungen. Erinnert sei an dieser Stelle an das Rattenexperiment, bei dem die Versuchstiere in einer bestimmten Zone ihres Käfigs elektrischen Schlägen ausgesetzt wurden und diese Informationen an ihre Jungen in ihrem Erbmaterial weitergaben.

Darwin dürfte mit seiner Evolutionstheorie der zufälligen Mutation und natürlicher Auslese zum Teil widerlegt sein.42 Das Theoriegebäude zur Evolution von Lamarck, Darwin und Popper sollte neu betrachtet und gewichtet sowie zu einem neuen Ansatz zusammengezogen werden, der die Komponenten des Bewusstseins, die Kreativität, die Erkenntnistheorie zur Bewusstseinsevolution aller Lebensformen berücksichtigt.

  1. Also ist ein Unterschied von Vergangenheit und Zukunft durch die Welt bereits vorgegeben, wenn es zu Entscheidungen kommt. Entscheidungen leisten dann einen Wiedereintritt (re-entry im Sinne von Spencer Brown) der Zeit in die Zeit, der Unterscheidung von Vergangenheit und Zukunft in die Unterscheidung von Vergangenheit und Zukunft. (Dazu: George Spencer Brown. Laws of Form. Neudruck New York 1979. S. 56f, 69ff.) Damit wird eine Situation erzeugt, in der der bisherige Operationstyp, zum Beispiel Handeln, nicht mehr ausreicht. Der Beobachter, der die Unterscheidungen benutzt, um mit ihrer Hilfe zu beobachten, ist jetzt auf Imagination angewiesen. Er muss Vergangenheit, wie sie ihm gegenwärtig durch sein Gedächtnis gegeben ist und Zukunft, die ihm ein Oszillieren innerhalb der Unterscheidungen, die er benutzt, ermöglicht, unterscheiden. Das beobachtende System wird für sich selbst intransparent und unbestimmbar. Es kann Selbstbeschreibungen anfertigen, aber dies nur in der paradoxen Form, dass die Beschreibung in das eintritt, was sie selbst beschreibt und so die Unterscheidung von Subjekt und Objekt und damit den klassischen Rahmen einer Theorie der Kognition auflöst. Die Konsequenzen eines solchen Wiedereintritts der Zeit in die Zeit reproduzieren zugleich die Bedingungen der Möglichkeit von Entscheidungen. Die Entscheidung benötigt eine memory function. Sie muss die Gegenwart als Ergebnis einer unabänderlichen Vergangenheit hinnehmen. Sie muss vom vorgefundenen Weltzustand ausgehen. Aber mit ihrem Gedächtnis ist sowohl die Möglichkeit des Erinnerns, als auch die Möglichkeit des Vergessens gegeben und das Vergessen schafft ihr den Spielraum für neue Operationen, die das Gedächtnis reimprägnieren können. Ein Gedächtnis hat demnach eine inventive Funktion. Der Beobachter ist dank seines Gedächtnisses weder genötigt, noch in der Lage, sich mit der Welt, wie sie war, zu identifizieren. Ferner benötigt die Entscheidung, um diesen Spielraum nutzen und Zukunft von Vergangenheit unterscheiden zu können, eine oscillator function. Sie muss Unterscheidungen (zum Beispiel Zwecke) voraussetzen, innerhalb deren sie von der einen Seite zur anderen oszillieren kann: Der Zweck wird erreicht - oder nicht erreicht. Memory function und oscillator function können nur zugleich, also nur in der Gegenwart angewandt werden, aber sie zwingen die Gegenwart zur Unterscheidung von Vergangenheit und Zukunft. Niklas Luhmann in: Entscheidungen, 1996 über Dieter W. Liedtkes Kunst und sein Konzept zur Kunstausstellung art open.
  2. Der Künstler ist gleich Gott. Johann Wolfgang von Goethe, in: Buch der Zitate, Mosaik Nachschlagewerk, München, 1981, Seite 227.
  3. Die Kunst ist auf keinem anderen Weg zu finden als auf ihrem eigenen. Konrad Fiedler in: Schriften zur Kunst, Hrsg. G. Boehme, Wilhelm Fink Verlag, München, o.J., Bd. 2, Seite 59.
  4. Das macht auch Zenon geltend, wenn er definiert: Kunst ist eine Fähigkeit, Wege anzulegen, d. h. Werke vermittels eines Weges oder einer Wegleitung hervorzubringen. Scholia zu Dionysios Thorax, in: W. Tatarkiewicz: Geschichte der Ästhetik, Schwabe & Co.Verlag, Basel/Stuttgart, 1979, Bd.1, Seite 234.
  5. (35) Siehe auch: Dieter W. Liedtke: Die 4. Dimension. Butler Verlag, Essen 1987. ... er will über das Bild, über die Bilder pur und direkt Kreativitätsschübe sichtbar machen, begreifbar machen. Seine Kunstformel - Leben + Bewusstseinserweiterung = Kunst - ist das Kondensat seiner Forschungen und Bemühungen, die er in verschiedenen Publikationen erläutert hat: Das Bewusstsein der Materie (1982), Die vierte Dimension (1987), Der Schlüssel zur Kunst (1990). Dieser heutigen Revolution setze er die Zeit gegenüber als die Mehrheit der Menschen nicht lesen und schreiben konnte, als das Wissen nur beschränkt transportierbar war, weil es nur wenigen Auserwählten vorbehalten blieb. Heute jedoch ist der Zugang zur Kreativität nur über Bilder möglich, weil das menschliche Bewusstsein mit Bildsequenzen arbeitet. Die Urform jeder Zukunftsschau ist die Vision, der Traum, die Verbindung von nicht vorhandenen Realitäten. Der Weg von der Zukunft in die Gegenwart ist nur über die Bildsprache, die Kunst möglich. Sie macht den Menschen visionär. Sie lässt ihn bisher unbeachtete Prozesse erleben und begreifen. (...) Harald Szeemann über Liedtkes Kunst. Aus: Pressekonferenz art open vom 16. Juni 1998,Hamburg.
  6. Alle Kunst ist Entwicklung von Vorstellungen, wie alles Denken Entwicklung von Begriffen ist. Konrad Fiedler in: Schriften zur Kunst, Hrsg. G. Boehme, Wilhelm Fink Verlag, München, o.J., Bd. 2, Seite 59.
  7. Ich kenne noch keine bessere Definition von Kunst als diese: Die Kunst, das ist der Mensch hinzugefügt zur Natur, die er entbindet, die Wirklichkeit, die Wahrheit und doch mit einer Bedeutsamkeit, die der Künstler darin zum Ausdruck bringt. Vincent van Gogh in: W. Hess, Dokumente zum Verständnis der modernen Malerei, Rowohlt Verlag, 12. Aufl., Reinbeck b.H., 1972, Seite 23f.
  8. Dem Naturwissenschaftler erschließt sie eine Ebene an Informationen, die ihm aus seinen Werken neue Ansätze und Theorien für naturwissenschaftliche Versuche und neue Erkenntniswege aufzeigen können. Man kann seine Bilder aber auch als Schlüsselinformationen für ein erweitertes Toleranz- und Achtungsgefühl der Menschen mit und untereinander verstehen. Alles hier ist wichtig. Der Mensch, die Natur bis hin zum Stein scheinen ein Teil seiner selbst zu sein. Die vier Bereiche - zeitlose Zustände, Philosophie, Naturwissenschaften und Soziologie - führen in seinen Kunstwerken immer wieder über alles bisher Dagewesene hinaus. Karl Ruhrberg über Liedtkes Kunst in: Ausstellungskatalog art open, 1997.
  9. Siehe auch: Glaubrecht, Matthias: Evolution macht den Tieren Beine in: Die Welt vom 12. November 1998

Die vereinheitlichte Innovationsformel

Das grafische Symbol der Kunstformel

Eine Wortdefinition, wie:

Leben oder Bekanntes + Bewusstseinsevolution/Innovation/Kreativität = Kunst bzw. Evolution des Lebens,

Leben
Bewusstseinserweiterung
Kunst

eine grafische Formel mit einem horizontalen und einem vertikalen Minuszeichen = Gelb = Symbol des Lebens, Befruchtung, Lebensfreude, Gegenwart + Rot = Symbol der Kreativität, Revolution, Zukunft ergeben ein gelb/rotes Plus oder in der Farbmischung ein buddhisti- sches Orange. Das liegende Gelb = weibliches Element und das rote Phallussymbol = männ- liches Element, ergeben aus der Kombination die Evolution des Lebens, ohne diese gewich- ten zu wollen oder zu können.43

  1. Die Formel: Leben + Bewusstseinserweiterung = Kunst, bzw. Leben (Bestehendes, Bekanntes) wird addiert mit Bewusstseinserweiterung (Innovationen, Ideen). Die Summe aus beidem ist gleichbedeutend mit der Kunst, als ein Symbol für die Evolution, die Weiterentwicklung, die Kreativität des Lebens. Entsprechend dieser auf die Grundlagen des Lebens zurük- kgeführten Kunstdefinition kann die Formel als universell und nicht nur auf die Kunst anwendbar verstanden werden. Sie erreicht mit einer simplen Addition, dass sich jedwede Idee erklären lässt. Die Logik der Kunstformel ist das bestimmende Leitmotiv der art open 1999 in Essen, der world art exhibition. Thorsten Hebes, Ferenzy Media München, 1998.

Kann ein unfreies pädagogisches Mittel - eine Formel - zur Kreativität beitragen?

Eine Kunstformel, die alle Erscheinungen der Natur, des Lebens gleich welcher Idee erklärt, bedeutet keine Einengung der Kunst, wie falsch unterrichtete Kritiker meinen, sondern genau der Umkehrschluss ist richtig. Sie erklärt das Aufheben von subjektiven und objektiven Bewusstseins- und Kunstgrenzen zum Gesetz der Kunst, sie schließt ein Tor zur Kreativität, zur Bewusstseinsevolution44/45 auf und kann so dem Suchenden eine Orientierung zur ihm noch nicht bekannten Freiheit oder Kunst geben.46 Sie markiert das Unbekannte, die Kunst, zum Wohle aller, die damit über das bisher Unbekannte, als Erkenntnis verfügen können. Es ist dabei zu unterscheiden, dass es auch eine subjektive Kunstbetrachtung gibt, die immer das als Kunst definiert, was dem Betrachter eine neue Erkenntnis vermittelt. Dieser Prozess ist davon abhängig, was der Betrachter durch seine Vorkenntnisse, als nächsten Schritt in seinem Erkenntnisweg erkennen kann und über welche Informationen er bereits bewusst und unbewusst verfügt. Ein deutscher Vorgartenzwerg in China kann ohne weiteres Kunst sein, wobei er in unserem Kulturkreis Kunst nur unter der Voraussetzung ist, wenn er in einer besonderen Situation erscheint, z. B. auf dem Altar des Kölner Doms, wobei ihm noch zusätz- lich ein Hochamt gehalten wird. Durch die neue Umgebung und durch das zeitgleiche Ritual erhält der Vorgartenzwerg eine neue Aura und eine neue Aussage. Bei der objektiven Kunst geht es darum, was die Kunstgeschichte bisher erweitert, verändert, revolutioniert und was die geschichtlichen Grenzen verschoben hat.

Dieser Prozess, der über Jahrtausende hinweg aus den Büchern objektiv nachvollziehbar und ablesbar ist, wird über die Kunstformel optisch übergreifend sichtbar gemacht.47 Der subjektive Kunstprozess, der auf den individuellen Menschen mit seinen Erkenntnissen, Erfahrungen und ererbten Informationen abstellt, ist hingegen nur schwer in einer Evolutionslinie darstellbar, zumal subjektiv nur das als Kunst bezeichnet wird, was die Grenzen des Bewusstseins des Individuums erweitert, verändert und verschiebt.48

Diese sind nicht, wie in der Kunstgeschichte (objektive Kunst) nachvollziehbar darzustellen, sondern laufen im Inneren eines jeden Einzelnen, nur für ihn persönlich, ab.49

  1. Ein Neues habe ich gefunden; die wahre Kunst ist, Unwirklichkeit üben. Lovis Corinth.
  2. Alle Kunst ist Entwicklung von Vorstellungen, wie alles Denken Entwicklung von Begriffen ist. Konrad Fiedler in: Schriften zur Kunst, Hrsg. G. Boehme, Wilhelm Fink Verlag, München, o. J., Bd. 2, Seite 59.
  3. Die Kunst ist eines der zwei Organe, die dem Fortschritt der Menschen dienen. Durch das Wort tauscht der Mensch seine Gedanken aus, durch die Darstellung der Kunst seine Gefühle mit allen Menschen nicht nur der Gegenwart, sondern auch der Vergangenheit und der Zukunft. Leo Nikolajewitsch Tolstoi: Was ist Kunst? In: Über Literatur und Kunst, Ausm. und Nachwort von G. Duden, Röderberg-Verlag, Frankfurt/M., 1980, S. 157.
  4. Kunst aber ist Wesens-Enthüllung. Wolfgang Greiner in: E.Gomringer, Josef Albers, Josef Keller Verlag, Starnberg 1968, S. 172.
  5. Kunst ist Erweiterung des krankhaft verengten Bewusstseins, sie ist die Ergänzerin des Menschen, die Ergänzerin des Zeitalters und die Ergänzerin der Lebensläufe. Hans Egon Holthusen: Das Schöne und das Wahre, R. Pieper Verlag, München, 1958, S. 72.
  6. Verstehen ist Heranbildung des Zuschauers auf den Standpunkt des Künstlers. Oben wurde gesagt, dass die Kunst ein Kind ihrer Zeit ist. Eine derartige Kunst kann nur das künstlerisch wiederholen, was schon die gegenwärtige Atmosphäre klar erfüllt. Diese Kunst, die keine Potenz in der Zukunft in sich birgt, die also nur das Kind der Zeit ist und nie zur Mutter der Zukunft heranwachsen wird, ist eine kastrierte Kunst. Sie ist von kurzer Dauer und stirbt moralisch in dem Augenblick, wo die sie gebildet habende Atmosphäre sich ändert. Die andere, zu weiteren Bildungen fähige Kunst wurzelt auch in ihrer geistigen Periode, ist aber zur selben Zeit nicht nur Echo derselben und Spiegel, sondern hat eine weckende prophetische Kraft, die weit und tief wirken kann. Wassily Kandinsky: Über das Geistige in der Kunst, Benteli Verlag, Bern, 10. Aufl., S. 135.

Die vereinheitlichte Innovationsformel

Die Formel vollendet die hegelsche Dialektik, die die Philosophie von Anaxagoras, Parmenides, Heraklit und Platon weiterführt, ihre Gegensätze aufhebt und zu einer Symbiose formt. Sie zeigt die Durchdringung: von Geist und Materie, von Sein und Nichtexistenz von Bewegung und den geistigen Vernetzungen sowie den Gestaltungsfaktoren des Werdens. Sie macht erstmals sichtbar, was die Dialektik verspricht und öffnet darüber hinaus das Verstehen des Absoluten als Beobachterposition innerhalb und außerhalb der Prozesse der Daseinsformen, des Nichts sowie der zukünftigen Realitäten. Der Philosoph Theodor W. Adorno ahnt, dass diese Formel der Erkenntnis möglich wäre, wenn er sagt:

Die Utopie der Erkenntnis wäre, das Begrifflose mit Begriffen aufzutun, ohne es ihnen gleichzumachen.

Ernst Bloch setzt in seinem Hauptwerk Prinzip Hoffnung auf vorwegnehmende Gestaltungskraft des menschlichen Bewusstseins:

Das Wesen der Welt liegt selber an der Front.

Ernst Bloch spricht der entwerfenden Kreativität und dem entschlossenen Handeln einen entschiedenen Anteil am Werden der Wahrheit und Wirklichkeit zu.

Aus dem Gedicht Ode an die Zukunft von 1994:

Bewusst wird uns, dass die Visionen evolutionsbedingte Genprogramme lösen und alte sowie noch nicht beschriebene weiße Gene unmittelbar neu programmieren, eins mit der Natur und doch im Chaos, als revolutionäres egoistisches Ich-Bewusstsein der äußeren Evolution voraus, dem Wir, der Art die Brücken bauend, die Zukunft im ewigen Wandel öffnend, können wir durch neue Fähigkeiten das erdige Paradies der Paradiese mitkreieren.

Die vereinheitlichte Innovationsformel zur biokulturellen Evolution

Código Universo

Kunst + Freiheit

Das Liedtke - art open - Ausstellungskonzept ermöglicht die Automatie-Redescription des Ausstellungsbesuchers, seiner genetisch vorhandenen Kreativi- tät, Innovationskraft und reinigt seine neuronalen Vernetzungen im Gehirn so das er zu seinem natürlichen in ihm angelegten Anlagen zurückfindet.
Diese Enticklung sind zum Einen durch das Oszillieren zwischen der Basisebene, den neuen Informationen und den Visionssequenzen ermöglicht; zum Anderen ist sie abhängig vom Wissen und damit vom Standpunkt des Beobachters außerhalb des Oszillierens, der alle Standpunkte der Zeit- und Bewusstseinslandschaft von oben und innen gleichzeitig, also zeitlos, dreidimensional spiralförmig vernetzt betrachtet und mit die- sen in seiner Basisebene hinzugefügten Informationen mit neuen neuronalen Vernetzungen wieder in seine Zeit eintritt.
Kunst + Freiheit

Die Kunstbetrachtung

Erkenntnisse fördern die Vernetzungen im Gehirn

Innovation oder Kunst ist eine neue Information, mit der wir Ganzheitlich in unserer Basis vernetzt werden, die unsere Basis verändert und unsere Biokulturelle Evolution ermöglicht.

Neue Informationen werden nach arterhaltenden Qualitäten der Basisebene hinzugefügt und führen so zu ihrer geistigen Neubeschreibung, bzw. zu neuen Funktionssteuerungen der Gene. Die Basisebene fasst alle Bereiche des Bewusstseins, des Unterbewussten, der Gene und der nicht durch Materie, Energie oder Raum und Zeit begrenzten imaginären Felder zusammen, bezeichnet also das gesamte arterhaltende Informationspotenzial eines Lebewesens.

Eine bildhafte Formel, die diese Prozesse für alle sichtbar macht, erklärt nicht nur erstmalig die Kunst, sie stellt die vor Jahrhunderten vorhandene Symbiose von Kunst, Forschung, Technik und Schöpfung wieder her. Den Bildinformationen und damit der bildenden Kunst kommt in der Evolution, der Redescription der Basisebene, eine übergeordnete Funktion zu. Wir denken, träumen und erzeugen Visionen, Mindimages. Vom Standpunkt der Basisebene aus, können wir neue Visionssequenzen in allen Sinnesbereichen erzeugen.

Das Aufnehmen und Stabilisieren dieser Sequenzen ist auch für Dritte über die Künste, die Forschung und die Technik möglich. Sobald der Rezipient die arterhaltende Funktion zumin- dest ahnt, werden Visionssequenzen in der Basisebene mit allen Sinneseindrücken und Reaktionen, als neue Informationen gespeichert und sind damit verfügbar. Die nunmehr erweiterte Basisebene fördert neue Denkprozesse und Gefühle, bei Bedarf oder Training auch neue Visionssequenzen, die auf arterhaltende Entscheidungsfindungen abgestimmt sind.

Diese Entwicklung wird einerseits durch das Oszillieren zwischen der Basisebene und den Visionssequenzen ermöglicht, andererseits ist sie, außerhalb des Oszillierens, abhängig von dem Wissensstand und damit von dem Standpunkt des Beobachters, der alle Standpunkte in der Zeit und Bewusstseinslandschaft von oben und innen gleichzeitig, also zeitlos, dreidi- mensional spiralförmig vernetzt, betrachtet und mit diesen, in seiner Basisebene hinzugefüg- ten Informationen, wieder in seine Zeit eintritt. Das führt durch Automatie-Redescription, aus- gelöst von der Basisebene, zu neuen Bewusstseinsvernetzungen und Sichtweisen, zu Kreativitäts-Parallelaktivitäten, Kreativitätsenergien, Entscheidungen, zum Handeln und letztlich zu der Möglichkeit, eine offene Zukunft zu erzeugen.

Die Formel, der Código Universo, lässt sich auf alle geschlossenen Begriffe und Systeme innerhalb des täglichen Lebens, der Politik, der Forschung, der Religionen und Ideologien und der Gesellschaften anwenden und sie in ein gemeinsames offenes System übertragen, ohne das die Werte der Begriffe und Systeme ihre Eigenständigkeit, Würde, Freiheit und Kultur reduzieren.

Das Gegenteil ist der Fall: Das Ganze erhellt, stützt und fördert: die Würde, Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen und damit den Frieden im Ganzen.

Sehen und Staunen ohne Erkenntnisvermittlung erzeugt geistige Unterwerfung und Sklavenhaltung

Sehen und Staunen ohne Erkenntnisvermittlung erzeugt geistige Unterwerfung und Sklavenhaltung

Sehen und Verstehen ist durch Erkenntnisvermittlung geistige Evolution und Freiheit

Sehen und Verstehen ist durch Erkenntnisvermittlung geistige Evolution und Freiheit

Altes Kunstbetrachtungssystem

Altes Kunstbetrachtungssystem

Mystik oder die Erfahrung über das Nichtverstehen von Kunst reduziert die Persönlichkeit und erzeugt unterschwellige Ängste, die wieder das neuronale Vernetzungssystem im Gehirn blockieren und so Kreativität und Intelligenz des Nichtverstehenden beschädigt. Dieser Zustand kann, wie die Forschung zeigt, zu Aggressionen oder Depressionen führen oder wie die Geschichte zeigt, diktatorische Machtsysteme hervorbringen oder stützen. Das Rätsel Kunst nicht zu lösen und Kunst mit einer einfachen Formel für die Bevölkerung nicht zugäng- lich zu machen, nachdem sie 1988 entwickelt wurde, ist asozial und verstößt gegen die Verfassung und Menschenrechte.

Kunst kann einmal auf einer objektiven Ebene verstanden werden (Weltkunst), als Veränderungsprozess innerhalb der Kunstgeschichte. Damit ist KUNST ein ständiger Prozess der Weiterentwicklung, der Fortführung dessen, was bis zum Entstehungszeitpunkt des jeweiligen Werkes der Kunstgeschichte existierte.

Diese Weiterentwicklung geschieht durch Innovation, also durch eine inhaltliche oder formale Neuschöpfung: Dem bisher Bekannten und Existenten wurde etwas hinzugefügt, was es in dieser speziellen Ausprägung bei keinem anderen Werk gegeben hat. KUNST ist demzufolge ein permanent ablaufender Vorgang der innovativen Erweiterung des den Menschen verfüg- baren Repertoires an bildhaften Darstellungen, bzw. Vorstellungen, Visionen, Ahnungen und Gefühlen.

Demnach stößt ein Kunstwerk immer neue Erkenntnistore auf oder setzt das Suchen nach Erklärungen und Erkenntnissen in Gang.

Durch die Kunstformel wird die alte Betrachtungsweise abgestellt. Dem Betrachter wird die Frage gestellt, was in dem Werk neu und was alt ist. Die neuen Erkenntnisse über das System der Kreativität legen neue Vernetzungsstrukturen für Kreativität an. Das Neue ist rot kenntlich gemacht.

Ausschnitt des Neuronalen Netzwerkes im Gehirn. Forschungsergebnisse zeigen, dass die Axone im Gehirn (feinste Nervenfasern) sofort durch neue Erkenntnisse, Vernetzungen im Gehirn verbessern und stabilisieren.

Kunst – das Unbekannte und der kunsthistorische Kontext

Jede neue Kunst wird durch eine oder mehrere Innovationen geprägt und die Künstler geben ihrerseits den Innovationen Form, finden individuelle Möglichkeiten der Weiterentwicklung, schöpfen all die unterschiedlichen Aspekte, die eine Innovation beinhaltet, intensiv und umfassend aus.50 Der kürzeste Weg, Kunst zu verstehen: Kunst ist immer das, was ich noch nicht kenne, die Prüfung meines Bewusst- und Unterbewussten, die mir noch bevorsteht oder das Umprägen meiner bisherigen Werte durch neue Erkenntnisse.

1. Kunstwerke

sind Werke, die bewusstseinserweiternde Informationen (Innovationen) beinhalten.

2. Objektive Kunst

ist immer die Information (Innovation) aus Kunstwerken, die die Kunstgeschichte noch nicht kennt. Nur die in der Kunstgeschichte bisher nicht bekannten Informationen entwickeln die Kunstgeschichte weiter (Erweiterung des Kunstbegriffs, der Kunstgeschichte).51

3. Subjektive Kunst

ist immer die Information (Neuerung, Innovation) aus den Werken, die ein normaler Betrachter noch nicht kennt, bzw. erkennt. Neue Informationen entwickeln das Bewusstsein des Betrachters weiter (Bewusstseinserweiterung).

  1. Doch ins allgemeine Bewusstsein ist die Erkenntnis, dass Kunst Sprache ist, noch nicht gedrungen. Kunst ist die Sprache und eine Sprache ist da, um verstanden zu werden. Hans Sedlmayr: Der Tod des Lichtes, Otto Müller Verlag, Salzburg 1964, S. 148.
  2. Kunst ist dank ihrer eigenen subversiven Qualität mit revolutionärem Bewusstsein verknüpft. Herbert Marcuse in: Kunst ist Anarchie Heinrich Böll: Werke, Interviews; Hrsg. B. Balzer, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1978, S. 442.

Sperrt der Betrachter sich gegen diese Suche, weil es ihm unangenehm ist, sein eigenes Bewusstsein, seinen Informationsstand in Frage zu stellen, so lehnt er dieses Kunstwerk in der Regel einfach ab.57 Trotzdem kann dieses Werk zur objektiven Kunst gehören, auch, wenn das von den Kunstexperten noch nicht verstanden wird, da diese Arbeit zu weit aus der Zukunft kommt. Wenn jemand auf dem absoluten bekannten Stand der Kunst, sie mit seinem bisherigen Informations- und Bewusstseinsstand nicht erklären kann.

Um dieses Werk zu erfahren, muss er sich bemühen neu zu denken, seinen Bewusstseinsstand in Frage zu stellen und seinen Betrachtungsstandpunkt laufend zu wechseln, um so eventuell neue bisher in seinem Bewusstsein nicht vorhandene Informationen oder Visionen zu erfahren. Dieser Vorgang tritt in der Regel nur dann ein, wenn ein Gefühl oder eine Ahnung aufleuchtet. Entsteht diese Ahnung beim Betrachter nicht, so ist dieses Werk für diesen Betrachter nicht entschlüsselbar.

Kunst kann einmal auf einer objektiven Ebene verstanden werden (Weltkunst), als Veränderungsprozess innerhalb der Kunstgeschichte.52 Damit ist Kunst ein ständiger Prozess der Weiterentwicklung, der Fortführung dessen, was bis zum Entstehungszeitpunkt des jeweiligen Werkes der Kunstgeschichte existierte.53 Diese Weiterentwicklung geschieht durch Innovation, also durch eine inhaltliche oder formale Neuschöpfung: Dem bisher Bekannten und Existenten wurde etwas hinzugefügt, was es in dieser speziellen Ausprägung bei keinem anderen Werk gegeben hat. Kunst ist demzufolge ein permanent ablaufender Vorgang der innovativen Erweiterung, des den Menschen verfügbaren Repertoires an bildhaften Darstellungen, bzw. Vorstellungen, Visionen, Ahnungen und Gefühlen.54 Demnach stößt ein Kunstwerk immer neue Erkenntnistore auf55 oder setzt das Suchen nach Erklärungen und Erkenntnissen in Gang.56

Seinem Bewusstseinsstand fehlen überbrückende Informationen in der Richtung, die das Werk auf der objektiven Kunstebene manifestiert hat. Er entscheidet nur noch, ob ihm dieses Bild gefällt oder nicht gefällt. Natürlich ist es möglich, dass der Betrachter eine andere Ahnung erfährt, die auch in diesem Werk liegt, aber an seinem Bewusstseinsstand anschließt und so auf der subjektiven Kunstebene ein objektives Kunstwerk erfährt.

Die Beschreibung der objektiven Verstehensebene, des Begriffes Kunst, verweist bereits auf die subjektive Ebene, denn wenn es zutrifft, dass objektive Kunst ein ständiger Prozess der Weiterentwicklung ist, so muss diese Weiterentwicklung auch von einer subjektiven individuellen Warte aus gesehen werden:

Nicht nur die Kunstgeschichte entwickelt sich permanent weiter, sondern auch das Bewusstsein desjenigen, der Kunst wahrnimmt oder schafft. Denn mit jedem neuen, vorher noch nicht gesehenen Kunstwerk erweitert der Betrachter, wenn er sich nicht davor ver- schließt, auch sein individuelles Repertoire an bildhaften Vorstellungen.

Jeder neue individuelle Impuls erweitert das Bewusstsein und ermöglicht neue Ahnungen, neue Visionen. Der Betrachter kann neue Informationen, Ahnungen und Gefühle, die an seinem bisherigen Bewusstsein anschließen und ihm so neue Erkenntnisse liefern können, aus dem jeweiligen Werk herausfiltern.58 Auch dann, wenn der Künstler eine andere subjektive Intuition hatte. Da jeder Mensch unseres Planeten eine andere Vorgeschichte, Gen-Struktur und einen anderen Vorrat an Erinnerungs- und Vorstellungsbildern in seinem Bewusstsein sowie Unterbewusstem hat, nimmt natürlich auch jeder einen neuen visuellen Impuls, subjektiv anders auf.

  1. Siehe: D.W. Liedtke: Der Schlüssel zur Kunst. Was verbindet den Höhlenmenschen mit Leonardo da Vinci und Joseph Beuys? Virneburg 1990, S. 131-132.
  2. Deshalb wird jeder, neuer Wert von den Menschen feindlich betrachtet. Man sucht ihn zu bekämpfen durch Spott und Verleumdung. Der den Wert bringende Mensch, wird als lächerlich und unehrlich dargestellt. Es wird über den neuen Wert gelacht und geschimpft. Das ist der Schreck des Lebens. Die Freude des Lebens ist der unaufhaltsame, ständige Sieg des neuen Wertes. Dieser Sieg geht langsam vor sich. Der neue Weg erobert ganz allmählich die Menschen. Und wenn er in vielen Augen unzweifelhaft wird, so wird aus diesem Wert, der heute unumgänglich nötig war, eine Mauer gebildet, die gegen Morgen gerichtet ist. Das Verwandeln des neuen Wertes (der Furcht der Freiheit) in eine versteinerte Form (Mauer gegen Freiheit) ist das Werk der schwarzen Hand. Die ganze Evolution, das heißt das innere Entwickeln und die äußere Kultur, ist also ein Verschieben der Schranken. Die Schranken werden ständig aus neuen Werten geschaffen, die die alten Schranken umgestoßen haben. So sieht man, dass im Grunde nicht der neue Weg das Wichtigste ist, sondern der Geist, welcher sich in diesem Werte offenbart hat. Und weiter die für die Offenbarungen notwendige Freiheit. Wassily Kandinsky in: Über die Formfrage, in: Der Blaue Reiter. Hrsg.: Wassily Kandinsky und Franz Marc, München 1912.
  3. Kunst ist Schöpfung. Was sie hervorbringt, ist das Neue, das noch nicht Vorhandene. In jedem Werk ersteht eine neue Welt, die aus ihrer eigenen Mitte lebt. Der Künstler ist ein Offenbarender, der im Gewebe seiner Schöpfung letzte Zusammenhänge des Lebens enthüllt, welche er im Anschauen der Natur hellsichtig erkannt hat. Kunst ist Wirkung, das Kunstwerk ihr Beweis, das Ergebnis der Bewirkte. Dieter Körber, Beat Wyss: Trauer der Vollendung, Matthes & Seitz Verlag, München 1985, S. 68.
  4. Kunst ist Verwandlung. Dieter Körber in: Was ist Kunst? Hrsg. E.G.S. Buer, Aegis Verlag, Ulm 1948, S. 72.
  5. Jeder echte Denker (Künstler) ist wie jeder Mensch ursprünglich, wenn er wahr und wesentlich ist. Aber der große Denker (Künstler) ist in seiner Ursprünglichkeit original. Das heißt, er bringt eine Mitteilbarkeit in die Welt, die vorher nicht da war. Die Originalität liegt im Werk, in der schöpferischen Leistung, die nicht identisch wiederholbar ist, aber den Späterkommenden zu seiner eigenen Ursprünglichkeit hinführen kann. Die Originalität bedeutet einen Sprung in der Geschichte. Sie ist das Wunder des Neuen, das auch nachträglich nicht aus dem Vorhergehenden und aus den Bedingungen des Daseins, in dem es entsprang, abgeleitet werden kann. Die Originalität liegt nicht im bestimmten Satz, sondern in dem Geist, aus dem er kommt und der ihn mit vielen anderen Sätzen verbindet. Oft gelingt es dem Historiker nachträglich, wesentliche Formulierungen des Schaffenden schon vor ihm zu finden. Aber dort waren sie versunken in das, was sie umgab, wirkten wie ein augenblicklicher Einfall, der wieder vergessen werden kann, ohne Bewusstsein ihres ganzen Sinns und seiner Folgen gedacht. Die Einsicht der originalen Großen erweitert den Menschen und die Welt selbst. Was sie wissen, sie wissen’s für uns. Mit jedem neuen Geist dringt ein neues Geheimnis der Natur ans Licht und die Bibel kann nicht geschlossen werden, ehe der letzte große Mensch geboren wurde. (Emerson) Karl Jaspers: Die großen Philosophen; Pieper und Co., München 1957.
  6. Denn Hunde kläffen sogar an, wen sie nicht kennen. Heraklit, in: Karl Jaspers, Die großen Philosophen, Piper Verlag, München 1957, S. 635.
  7. Die Kunst ist eine Quelle der Erkenntnis, wie die Naturwissenschaft, die Philosophie usw. Antoni Tàpies: Die Praxis der Kunst, Erker-Verlag, St. Gallen 1976, S. 18.

So kann also für den einen Menschen ein beliebiges Bild sehr wohl ein Kunstwerk sein - wenn er es noch nie vorher gesehen hat, in seinem Bewusstsein dieses Bild demnach noch nicht vorhanden ist und nun erst hinzugefügt wird, bzw. eine Weiterentwicklung in Gang setzt,59 - während dasselbe Bild für einen anderen Menschen subjektiv gesehen kein Kunstwerk ist, da es bei ihm keinerlei Weiterentwicklung in Gang setzen kann, weil es bereits zu seinem Repertoire an bildhaften Vorstellungen gehört oder soweit von den Möglichkeiten des Betrachters entfernt ist, dass dieser keinen Zugang zu diesen neuen Informationen hat.

Zum subjektiven Kunstwerk kann also alles werden, was wahrnehmbar ist.60 Es hängt einzig und allein vom Bewusstsein des Betrachters ab.

Ob ein Bild oder ein Gegenstand neue Stimulationen bietet und dadurch neue Informationen ermöglicht oder ob dieses Bild oder dieses Werk keinerlei Weiterentwicklung bewirken kann. Aus dem bisher Gesagten kristallisiert sich eine grundlegende Gemeinsamkeit von objekt vem und subjektivem Kunstwerk heraus: Jedes Kunstwerk - gleichgültig ob subjektiv oder objektiv - kann dem offenen Betrachter eine bisher nicht gekannte Information (Vision, Gefühl, Ahnung) vermitteln, bzw. einprägen.61/62

Nach der Verfügbarmachung dieser neuen Information (Werk) entsteht im Laufe der Zeit ein ästhetischer Wert, denn das im Bewusstsein eingeprägte Bild ermöglicht dem Betrachter bei Konfrontation ein Wieder erkennen mit diesem oder einem ähnlichen Bild. Es erleichtert ihm sein Zurechtfinden mit den neuen Informationen aus diesen Werken.

Dieses Einprägen ist auch die Voraussetzung dafür, über dieses neue Bild im Bewusstsein zu verfügen, d.h. mit Hilfe dieses eingeprägten Bildes neue bildliche Vorstellungen im Bewusstsein erzeugen zu können.63

  1. Kunst kennt keine Erfahrung und ist keine Ableitung. Sie setzt sich mit dem Unbekannten in Beziehung. Willi Baumeister: Das Unbekannte in der Kunst, Du Mont Buchverlag, Köln 1960, S. 35.
  2. Man kann Kunst vom Leben nicht trennen. Leben, das sind Menschen, Menschen, das ist Gesellschaft und Gesellschaft, das ist Politik, Politik, das ist Aufklärung, Argumentation, Überzeugungsarbeit. Dafür ist Kunst ein gutes Instrument, wenn sie nicht als Warenproduktion und Wiederholung verstanden wird, sondern als Erkenntnisprozess, öffentliche Ideenproduktion, Erfahrungsaustausch und Kommunikation. Adam Jankowski, in: Kunst und Medien, Materialien zur documenta 6, Hrsg. H. Wackerbarth, Stadtzeitung und Verlag, Kassel 1977, S. 201.
  3. Die Kunst ist eine Erkenntnis. Wladyslaw Tatarkiewicz: Geschichte der Ästhetik, Schwabe & Co. Verlag, Basel/Stuttgart 1979, Bd. I, S. 367.
  4. Kunst ist nicht, wie der Idealismus glauben machen wollte. Natur aber will einlösen, was Natur verspricht. Fähig ist sie dazu nur, indem sie jenes Versprechen bricht, in der Zurücknahme auf sich selbst (...). Was Natur vergebens möchte: vollbringen. Die Kunstwerke: sie schlagen die Augen auf. Adorno, in: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, Hrsg. G. Adorno/R. Tiedemann, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M. 1970, Bd. V, S. 103.
  5. Julius Hart, in: (Zs.) Pan, Hrsg. Genossenschaft Pan, Berlin, 1897, 3. Jg./1. Heft, S. 36. Kunst ist Sprache: also im höchsten Sinn soziale Funktion. Gerhart Hauptmann: Das gesammelte Werk, S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1942, Bd. XV, S. 415.

Die verschiedenen Ebenen eines Kunstwerkes

Kunstkritikern und Künstlern ist bei oberflächlicher Betrachtung dieser Einstieg zur Kunst für alle zu lapidar, zu einfach, zu banal.64 Leider haben sie übersehen, dass die Bildende Kunst eine optische Information ist und der besonders Interessierte mit derselben Formel und Kenntlichmachung auch tiefer in das jeweilige Kunstwerk eindringen und alle Ebenen eines Kunstwerkes entschlüsseln kann. Bei den formalen, inhaltlichen oder philosophischen Neuerungen, die in einem Werk liegen können, handelt es sich immer um optisch wahrnehmbare Veränderungen, die man durch eine Markierung kenntlich machen kann. Diese Vorgehensweise führt durch ein Verstehen von Kunst zu neuen Ausstellungen, Kunstkatalogen und letztlich zu einem sich stetig steigernden Interesse an Kunst und Kreativität in den Medien und in der Bevölkerung.

In einer Kunstausstellung sollte in einer Reproduktion neben dem Original durch die Hervorhebung der neuen Information in Rot und der allgemein bekannten Details in Gelb, der Erkenntnisstand im Entstehungszeitraum des Kunstwerkes kenntlich gemacht und gezeigt werden. Der Betrachter wird auch nachträglich in die Lage versetzt, die Erkenntnisse: Gelb = Bekanntes, Vorhandenes, Vergangenes sowie Rot = Erkenntnislicht und vorweggenommenes zukünftiges allgemein gültiges Wissen im Entstehungszeitraum des Werkes im Unterbewussten abzulegen und miteinander verschmelzen zu lassen, ohne sich mit den hier dargestellten Theorien befasst zu haben. Indem der Medien- oder Ausstellungs-Rezipient außerhalb der Zeit, zwischen den Zeitabschnitten, zwischen den Kreativitätsschüben hin und her wandelnd, oszilliert, den Evolutionsparcours der Werke abschreitet, programmiert der Betrachter sich selbst auf Kreativität, auf Veränderung, Erkenntnisse und neue Entscheidungen.65 Der Betrachter verfügt in Zukunft, intuitiv über neue Informationen, Ersterlebnisse, die er im Unterbewussten hinzugewonnen hat und kann so über seine Intuition, über das Unterbewusste kreativer, als bisher, über sein Leben mit neuen Möglichkeiten entscheiden. Kunst zu erkennen, ist nicht Luxus für eine kleine Minderheit66, sondern eine notwendige Kreativitätssprache der Zukunft.

  1. Demokratisiert die Kunst!
    • Es sind nur noch wenige Jahre bis in das neue Jahrtausend. Durch die Demokratisierung der Kunst gehen wir in ein neues Denken, in eine hellere Zukunft. Kunst ist Bewusstseinserweiterung, Kreativität, Innovation und Evolution des Bewusstseins. Kreativität und Innovation sind die treibende Kraft aller gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Weiterentwicklung, also allen menschlichen Fortschritts, schafft somit mehr Freiheit und verhindert elende Not und Kriege. Demnach ist die Vermittlung von Kunst, das Vertrautmachen möglichst vieler Menschen mit den bewusstseinsfördernden Elementen der Kunst, in erster Linie eine soziale Aufgabe. Dieser Aufgabe werden die Kulturverantwortlichen nicht gerecht, wenn sie Kunstwerke ohne die erforderliche Vermittlungshilfe in Museen oder Galerien ausstellen. Genauso gut könnten sie auch, z. B. chinesische Schriftzeichen ausstellen, ohne deren Bedeutung zu erläutern, ohne die Inhalte zu vermitteln. Verstehen könnten diese Zeichen nur diejenigen, die der chinesischen Sprache mächtig sind. Doch ist es nicht genau die- ses Prinzip, dass uns in nahezu jeder Ausstellung begegnet? Kunst wird immer nur einer kleinen Minderheit von ohnehin schon Wissenden zugänglich gemacht, die große Mehrheit der Menschen wird vom Verständnis der in den Kunstwerken enthaltenen innovativen Informationen ausgeschlossen. Obwohl Hilfen zur Kunstvermittlung vorhanden sind, werden diese in der Regel nicht zur Verfügung gestellt! Obwohl Kunst jedem zugänglich gemacht werden könnte, wird den meisten dieser Zugang verwehrt! Dieses Verhalten ist unsozial! Es behindert die Weiterentwicklung des Bewusstseins und damit die Weiterentwicklung der Menschheit. Es steht im krassen Gegensatz zum eigentlichen Sinn der Kunst! Deshalb fordere ich, im Sinne der folgenden Persönlichkeiten: Platon, Heraklit, Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer, Friedrich Wilhelm Schelling, Friedrich Nietzsche, Ernst Bloch, L.N. Tolstoi, Herbert Marcuse, Sigmund Freud, Johann Wolfgang von Goethe, Rosa Luxemburg, Leonardo da Vinci, Pablo Picasso, Jean Dubuffet, Wassily Kandinsky, Heinrich Böll und Joseph Beuys:
    • Kunst ist Bewusstseinserweiterung und darf nicht nur einer Elite zugänglich sein!
      1. Schluss mit den unsozialen Verhalten der Museen und Galerien, der Ausstellungsmacher und der Kulturbürokraten.
      2. Vermittelt Kunst nach den Evolutionsschrittender Kunst und erklärt diese Schritte dem Betrachter.
      3. Werdet eurer sozialen Verantwortung endlich gerecht! 1989, Dieter W. Liedtke, in: Schlüssel der Kunst, Virneburg 1990, S. 194.
  2. Siehe auch: Der Schlüssel zur Kunst. Dieter W. Liedtke, Museum Liedtke Verlag. Virneburg 1990, Seite 69-72.
  3. Die Kunst ist - entgegen allen ästhetischen und philosophischen Schulmeinungen nicht ein Luxusmittel, in schönen Seelen die Gefühle der Schönheit, der Freude oder dergleichen auszulösen, sondern eine wichtige geschichtliche Form des gesellschaftlichen Verkehrs der Menschen untereinander, wie die Sprache. Rosa Luxemburg: Schriften über Kunst und Literatur, Hrsg. M. Karallow, Verlag und Kunst, Dresden 1972.
Leben
Bewusstseinserweiterung
Kunst
Bekanntes = Gelb
Innovation = Rot
Kunst = Rot/Gelb

Künstler Dali

Die Dechiffrierung der Kunst

Die Anfänge der Kreativität in der Steinzeit

Mammut auf Stein

Die Aufschlüsselung von Kunst

Bekanntes
Stein
+
Kreativität/
Innovation
=
Kunst

InnovationInnovation

  • Künstler:
  • Unbekannt
  • Titel:
  • Mammut auf Stein
  • URAHA Stiftung, Hessisches Landesmuseum, Darmstadt

Kreative Kommunikation

Kreative Kommunikation

Durch künstlerische Eingriffe lernten unsere Urahnen kreativ miteinander zu kommunizieren. Die Kreativität wurde in Stein festgehalten.

InnovationInnovation

  • Künstler:
  • Unbekannt
  • Titel:
  • Maria Verkündigung, 16. Jahrhundert
  • Maße:
  • 41 x 33 cm
  • Tretyakov Galerie, Moskau

Spinnendes Dienstmädchen

Spinnendes Dienstmädchen

Erstmals Darstellung eines spinnenden Dienstmädchens.

InnovationInnovation

  • Künstler:
  • Peter Paul Rubens, 1577 - 1640
  • Titel:
  • Gottvater und Sohn, von den Evangelisten Paulus und Johannes verehrt, um 1616/17
  • Material:
  • Öl/Leinwand
  • Maße:
  • 214,5 x 145 cm
  • Kunstsammlungen zu Weimar

Vereint nordische, flämische und italienische Stilelemente

Vereint nordische, flämische und italienische Stilelemente

Vereint nordische, flämische und italiensche Stilelemente und führt sie zu einer vorher nicht bekannten kraftvollen Symbiose.

InnovationInnovation

  • Künstler:
  • Dominikos Theotokopoulos genannt: El Greco, 1541 - 1614
  • Titel:
  • San Juan, 1600
  • Material:
  • Öl/Leinwand
  • Maße:
  • 101 x 81 cm
  • Casa Museo Greco, Toledo

Veränderungen der Körperproportionen

Veränderungen der Körperproportionen

Neue Farbigkeit und Veränderung der Körperproportionen.

InnovationInnovation

  • Künstler:
  • Wassily Kandinsky, 1866 - 1944
  • Titel: (Ausschnitt)
  • St. Georg, 1911
  • Material:
  • Öl/Leinwand
  • Maße:
  • 107 x 95,2 cm
  • Staatliches Russisches Museum, St. Petersburg

Übergang zur abstrakten Malerei

Übergang zur abstrakten Malerei

Wassily Kandinsky findet den Übergang zur abstrakten Malerei.

InnovationInnovation

  • Künstler:
  • K. Malewitsch, 1878 - 1935
  • Titel:
  • Rotes Quadrat, 1915
  • Material:
  • Öl/Leinwand
  • Maße:
  • 87,6 x 61,5 cm
  • Staatliches Russisches Museum, St. Petersburg

Gegenstandslose Malerei - reine Formen

Gegenstandslose Malerei - reine Formen

Entwickelte Zurückführung aller Formen auf einfache geometrische Elemente, wie Kreis, Quadrat, Rechteck, Dreieck.

Malewitsch gehörte zu den Initiatoren der gegenstandslosen Malerei, des Suprematis- mus. Geometrie wird zum Göttlichen Gesetz.

InnovationInnovation

  • Künstler:
  • Christo Javatscheff, 1935
  • Titel:
  • Verhüllung des Reichstages

Verhüllung von Objekten

Verhüllung von Objekten

Die wesentliche Form des Objekts wird durch Verhüllung zu einer gesteigerten ästhetischen Darstellung geführt.

Systematischen Forschung durch Kunst und Vorwegnahme von Forschungsergebnissen

InnovationInnovationen 1 und 2

  • Künstler:
  • Dieter W. Liedtke, 1944
  • Titel:
  • Sandkastenmodell Bild 19, 1974 - 1988
Systematischen Forschung durch Kunst und Vorwegnahme von Forschungsergebnissen

Modell zum Verstehen von komplexen Prozessen im Gehirn über dreidimensionale Vernetzung zur Aktivierung von geistig wahrnehmbaren emotionalen Eindrücken sowie Modell für die Entstehung von Kreativität. Anfang der 90-ger Jahre zeichnen sich zwei neue Modelle für menschliche Gehirne ab. Der Konnektionismus, die Theorie der neuralen Netze und die Korrelationstheorie. Zeitliche Bindungen führen zu einheitlichen geistigen Verschmelzungen.

Auch die Entdeckung der Spiegelneuronen in der zweiten Hälfte der 90-ger Jahre, bestätigt das Sandkastenmodell.

Liedtke-Museum in Port d‘Andratx

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